Ursula Schulz-Dornburg, Echiniadzin - Erevan, Armenien, 2002 (aus der Serie der Bushaltestellen in Armenien), © Ursula Schulz-Dornburg

Ursula Schulz-Dornburg

Städel Museum

4. Juli bis 16. September 2018  


Ursula Schulz-Dornburgs (*1938 DE) Interesse gilt seit den frühen 1970er-Jahren Grenzlandschaften, Transitorten und Relikten überlebter Kulturen. Sie fotografiert Kult- und Kulturstätten in Europa, Asien und dem Nahen Osten, vor allem aber die sichtbaren und unsichtbaren Grenzen dieser Kontinente und Regionen. Die dort aufgenommenen vielteiligen Fotoserien, zumeist in Schwarz-Weiß, sind Zeugnisse verschwundener Landschaften, vergangener politischer Systeme, sich im Auflösen befindlicher Kulturkreise und verschwindender Gesellschaften. Mit ethnologischer Neugierde und archäologischem Auge geben ihre Aufnahmen im Grenzbereich von Dokumentarismus und politischer Fotografie, von Konzeptkunst und aufklärerischem Ansatz den Blick frei auf die unscharfen Ränder und Schnittstellen unserer Gegenwart zwischen globalisiertem Alltag und seinen blinden Flecken.

Anhand von 14 Serien bietet die Ausstellung einen ersten institutionellen Gesamtüberblick über die künstlerische Entwicklung und Bandbreite der in Berlin geborenen und in Düsseldorf lebenden Fotografin Ursula Schulz-Dornburg während der vergangenen 40 Jahre.


Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Eintritt: 14€, ermäßigt 12€
Öffnungszeiten: Di–Mi und Sa–So, 10–18 Uhr; Do–Fr, 10–21 Uhr; Mo, geschlossen
www.staedelmuseum.de