Cao Fei, Haze and Fog 4, 2013. Courtesy of the artist and Vitamin Creative Space

Richard Mosse, Moria in Snow, 2017. Courtesy the artist, carlier | gebauer, Berlin and Jack Shainman Gallery, New York.

Paulo Nazareth, Banderas Rotas, 2014. Courtesy the artist, Galleria Franco Noero, Torino, Meyer Riegger Berlin/Karslruhe, Mendes Wood DM. Foto: Sebastiano Pellion di Persano

EXTREME. NOMADS 

24. Mai ― 9. September 2018

Eröffnung: 23. Mai 2018, 19 Uhr


Mit Werken von Cao Fei, Richard Mosse und Paulo Nazareth nimmt die Ausstellung EXTREME. NOMADS zeitgenössische Formen nomardischer Existenz in den Blick und setzt sich mit den Auswirkungen der Entgrenzung durch Politik, Ökonomie und Gesellschaft auf die Menschen auseinander. Extrem sind nicht nur die individuellen, gesellschaftlichen und politischen Folgen der Globalisierung, welche die von drei Kontinenten stammenden Künstlerinnen und Künstler untersuchen. Auch ihre künstlerischen Strategien erweisen sich als Grenzgänge.

Cao Fei (*1978 CN) verarbeitet in ihren Werken die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen, die ihr Heimatland China im Zuge des wirtschaftlichen Wachstums und der Globalisierung unterläuft. Inspiriert von US-amerikanischen Zombiefilmen präsentiert die Künstlerin mit Haze and Fog das fiktive Porträt einer unter Identitätsverlust leidenden Dienstleistungsgesellschaft und verwandelt eine der neu erbauten Wohnsiedlungen vor den Toren Pekings in einen Hort der rastlosen Untoten.

Richard Mosse (*1981 IE/US/DE) arbeitet an der Schnittstelle von künstlerischer Produktion und journalistischer Reportage. Seine jüngsten Arbeiten Heat Maps und Incoming reagieren unmittelbar auf die humanitäre Krise, die durch die jüngsten Fluchtbewegungen im Nahen Osten, Nordafrika und Europa ausgelöst wurde. Mithilfe einer für militärische Zwecke entwickelten Videokamera, die Wärmestrahlung über eine Distanz von über 30 Kilometern messen kann, verdichtet Mosse zwei der gefährlichsten und meist frequentierten Flüchtlingsrouten der Welt zu einer filmisch immersiven Reflektion über die Situation der Menschen.

Paulo Nazareth (*1977 BR) hat das Laufen zum Ausgangspunkt seiner künstlerischen Praxis erklärt. Seine Herkunft als Brasilianer mit indigenen und afrikanischen Wurzeln thematisierend durchquert er zu Fuß und auf sich allein gestellt ganze Länder und Kontinente. Nazareths Arbeiten erzählen von den Begegnungen und Randgeschichten seiner Reisen, von Verständigung und Widerständen, kolonialer Geschichte und globaler Gegenwart. Sie spannen ein Netz zwischen Individuen, Gemeinschaften und Ländern jenseits nationaler Grenzen.

MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Domstraße 10, 60311 Frankfurt am Main

Eintritt:
12€, ermäßigt 6€

Öffnungszeiten:
Di―So; 10―18 Uhr;
Mi, 10―20 Uhr;
Mo, geschlossen
Regelmäßige Führungen

www.mmk-frankfurt.de